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Häntzschelstiege


Inhalt:
Tourdetails
Karte
Sicherheit
Hinweise
Literatur
Webcam
Galerie
Kommentare

 

Allgemeines

Ziel
Affensteine

Zielhöhe
419m

Talort
Schmilka

Höhenmeter
420m

Gehzeit
4:00h

Schwierigkeit
(3.5 - C)

Team-Bewertung

User-Bewertung
(44 Bewertungen)

Eröffnung
-

Resumee
Der einzige wirkliche \"Klettersteig\" in diesem Gebiet: Mit Seilsicherung durchwegs KS-Set tauglich zeigt sich die Häntzschelstiege völlig anders als ihre Kollegen im der sächsischen Schweiz. Leider ebenfalls nicht sehr lang, vermittelt der Steig trotzdem ein sehr schönes Klettersteig-Feeling mit luftigen Elementen.

Position/Lage

Ausgangspunkt
Parkplatz \"Ortsmitte\" in Schmilka (130 m)
Ausgangspunkt GPS
Hütten
-
Anfahrt
Von Dresden (A17) über Pirna, Bad Schandau und Postelwitz bis nach Schmilka (direkt an der Elbe vor der tschechischen Grenze, 27 km ab Pirna). Dort im Ort gebührenpflichtige Parkplätze in der Ortsmitte.
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Wegverlauf Häntzschelstiege

Zustieg
Vom Parkplatz in Schmilka die einzige Straße im Ort ca. 130 Hm bergauf. Die geteerte Straße hört in einem Wendekreis auf und ein Wanderweg führt weiter nach oben bis zur Abzweigung bei der Zwieselhütte (Gelbstrich; insg. 40 Min.). Von dort Aufstieg z.B. über die Heilige Stiege, dann hinab über die Zwillingsstiege. Von deren Ende gelangt man über einen Pfad nach rechts in ca. 3 Minuten zum beschilderten Einstieg der Häntzschelstiege (ca. 1,5 Std. ab Zwieselhütte).
Zustieg Höhenmeter
310m
Zustieg Zeit
2:00h
Anstieg
Über Holztreppen gelangt man in einen Felsspalt, an dessen einer Wand sich der Einstieg des unteren, ersten Teils befindet. Der gesamte Teil führt einen Felsturm hinauf. Um Unbedarfte vom Steig fernzuhalten, wurden die Sicherungen im Einstieg erst in ca. 2 Metern verlegt. Bis dahin muss man über eine quer verlaufende Felsrampe hinauf klettern. Zuerst klettert man über 7 Klammern (B/C) auf ein kleines Band (A). Dann geht es über 3 weitere Klammern (B/C) hinauf ein ein zweites, höher liegendes Band (A). Dieses führt nach links zur luftigen Felsquerung, die über Klammern (C) überwunden wird. Der Ausstieg des unteren Teils wird über eine Holztreppe und eine Felsrampe erreicht, über die man auf Klammern (A/B) wie auf einer Treppe emporsteigt (60 Hm, 20 Min.). Im Ausstieg kreuzt die Affensteinpromenade. Man steigt über eine Leiter (B) nach oben und geht den Weg weiter bis zu einem Felsspalt. Durch diesen muss man sich hindurchzwängen, um zum Einstieg des zweiten, oberen Teils zu gelangen. Der Rucksack muss dafür ggfs. abgenommen werden. Auch hier ist eine kleine \"Einstiegs-Schikane\" (C) gegeben: Um die unterste Klammer des Kaminaufstiegs zu erreichen, muss man sich mittels Armkraft und Reibung (auf Sandstein...) emporziehen. Danach geht es in einem engen Kamin hinauf über zahlreiche Klammern (B/C) bis man in der Mitte auf eine Stahlleiter (B) wechselt. Über diese gelangt man aus dem Kamin heraus. Der Steig führt nun weiter an der rechten Felswand eines breiten Spalts entlang. Man quert die Wand über Metallklammern und steigt dann auf die andere Seite des Spalts um. Dort klettert man - ebenfalls über Metallklammern - aus der Wand heraus und gelangt auf das Felsplateau. Der Weg vom Plateau zurück in den Wald ist noch mit einigen gesicherten (bis B) Stellen sowie auch ungesicherten Spaltquerungen gespickt, bis man wieder auf den \"Normalweg\" gelangt (35 Hm, 15 Min. für den oberen Teil). Die etwas spärlichen Sicherungen im Ausstieg sollen Begeher davon abhalten, den Steig in umgekehrter Richtung zu begehen.
Anstieg Höhenmeter
110m
Anstieg Zeit
0:30h
Anstieg Länge
230m
Anstieg GPS
Abstieg
Dem Waldweg folgend gelangt man in ca. 15 Min. auf den Reitsteig (Blau-Strich). Dort rechts haltend kann man über die Heilige Stiege wieder zum Parkplatz absteigen (insg. 1,5 Std.)
Abstieg Höhenmeter
310m
Abstieg Zeit
1:30h
Wegverlauf KS-Buch
-
Exposition
Nord
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Übersichtskarte Häntzschelstiege

GPS-Track/Höhenprofil

Leider haben wir zu diesem Steig noch keine GPS-Trackdatei vorliegen. Wenn Sie eine solche besitzen, würden wir uns freuen, diese von Ihnen zu erhalten (weitere Infos)!
 
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Sicherheit

Armkraft (1-6)
Erfahrung (1-6)
Kondition (1-6)
Mut (1-6)
Technik (1-6)
Zusatzausrüstung
ggfs. Lampe für 2. Teil
Fluchtmöglichkeiten
nach dem ersten Teil quert ein Wanderweg
Markierungen
Zustieg unmarkiert
Sicherungen
Vorbildliche Sicherungsseile; leider meist zu weit auseinander, so daß man sich nur ungesichert umhängen kann.
Gesteinsart
Sandstein
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Hinweise

Hinweise
Viele Begeher nutzen hier aufgrund Bequemlichkeit oder Unwissenheit keine Klettersteig-Ausrüstung. Wir raten dringend davon ab, den Steig ohne Sicherung zu begehen! Gerade Kinder müssen unbedingt gesichert werden. Die ausgesetzten Stellen sind gefährlich und tief
Hintergrund
Erbaut bis 1970 durch Rudolf Häntzschel aus Sebnitz, 2002 saniert; Betreuung: Nationalparkverwaltung Sächsische Schweiz (Tel. 035022-900600; Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. )
Urheberhinweise
Fotos 1-7: Jörg und Michael
Foto 8: Anja Hofmann
Fotos 9-13: Oliver Spehr
Anfängereignung
bedingt; schwierige Stellen aber kurz
Letzte Änderung
24.06.2011
Aufrufe
80168
Interne ID
6

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Webcam

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Blick auf die Schrammsteine

Bereitgestellt durch: http://www.saechsisch-boehmische-schweiz.de

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Fotos zu Häntzschelstiege


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User-Kommentare zu Häntzschelstiege

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Kommentare von anderen Usern

Mario schrieb am 04.05.2014
Am 02.05.2014 haben wir diesen "Klettersteig erklommen".

Die Bewertung ist viel zu hoch angesetzt. Zuviel Eisen und die Sicherungen sich nicht wirklich optimal an allen Stellen angebracht.

Die Bewertung B/C würde eher passen.
Schuhbändel schrieb am 29.01.2013
Landschaftlich sehr sehr schöne. Aber leider total zugenagelter Steig,die vielen Eisen machens fast schon gefährlicher als ohne. Die Schwierigkeit ist mE auch überbewertet. Trotz allem sehr zu empfehlende Tour.
frosch schrieb am 30.05.2012
Wir waren am Wochenende in der Sächsischen Schweiz unterwegs und wollten die Häntzschelstiege hinaufklettern. Als Kletterführer haben wir die Anweisung aus dem Klettersteigatlas Deutschland genutzt. Dort steht als Zustieg zur Häntzschelstiege der Weg über die Zwillingsstiege hinunter beschrieben. An der Stelle angekommen haben wir das Verbotssschild am Einstieg gesehen und wurden auch durch andere Kletterer darauf aufmerksam gemacht, dass es nicht gestattet ist (und aus sicherheitstechnischen Gründen auch nicht sinnvoll) die Stiege hinunterzuklettern. Unsere Enttäuschung war riesig, da wir vorher schon einen sehr langen Zustieg gewählt hatten und jetzt durch die Wilde Hölle zurück gemußt hätten. So entging uns der erste Teil der Häntzschelstiege. Ich möchte daher auch noch einmal darauf hinweisen, dass der Abstieg sowohl über die Zwillingsstiege als auch über die Häntzschelstiege nicht erlaubt ist und diese Angaben aus dem Klettersteigatlas unbedingt entfernt werden sollten!!!
Leipziger schrieb am 24.09.2011
Für geübte Bergwanderer oder KS-Geher ist auf der Häntzschelstiege kein KS-Set nötig. Man sollte aber über Trittsicherheit und Schwindelfreiheit verfügen. Unerfahrene oder Kinder jedoch sollten gesichert werden.

Am Wochenende kann es zu Rückstau und langen Wartezeiten beim Einstieg bzw. auf den Leitern kommen. Sehr nervig. Ein ruhiger Wochentag ist vorzuziehen.

Ideal ist der Aufstieg vom Parkplatz Beuthefall, da der Zustieg nur etwa 20 Minuten dauert.

Der Steig ist in perfektem Zustieg. Große Rucksäcke können im Kamin (oberer Teil der Häntzschelstiege) jedoch hinderlich werden.

Insgesamt der einzigste Klettersteig in der Sächsischen Schweiz der dem Namen Klettersteig gerecht wird (bezogen auf Dauer und Anspruch). Sehr empfehlenswert auch aufgrund der Aussicht nach dem Ausstieg.
ralbrecht schrieb am 24.08.2011
Bin am 16.08.mit meiner 7 jährigen Tochter (1,20 Groß) den KS gegangen.
Mit KS-Set und zusätzlicher Seilsicherung war es für Sie machbar.
An einer Stelle war die Reichweite des KS-Sets nicht ausreichend, da Abstand
von Stahlseil zu Stahlseil zu gross.
Erschreckend war allerdings, das wir die einzigen mit Sicherung waren.
Alle anderen (auch mit Kindern)sind \"Vogelfrei\" hoch, als wäre der KS ein Kinderspiel KS-Set muss man dabeihaben, da einige Stellen einen Absturz nicht
verzeihen würden. Selbst ein Vater mit Baby in einer Rückentrage wollte ohne KS-Set
hoch, konnte aber von seiner Frau gerade noch vom Gegenteil \"überzeugt\" werden.
Einem anderen \"Wanderer\" mit Kind ist ein KS-Set zu teuer in der Anschaffung.
Die meisten dieser Leute hatten den Begriff \"Klettersteig\" noch nie gehört und
wussten auch nicht um die Risiken.
Hoffentlich führen diese Leute nicht zu einer Schließung des Steigs, denn Unfälle
werden bei dieser Einstellung nicht ausbleiben.
Trotzdem viel Spass, denn mit Ausrüstung ist der KS nicht alzu schwer.
Heiko schrieb am 01.08.2011
Am 28.+29.07.2011 diesen Stieg besucht.Parken im Kirnitzschtal ,Haltestelle Beuthenfall,4€ Tageskarte fürs Parken.Bei schönem Wetter sollte man in den frühen Morgenstunden kommen,dann bekommt man noch einen Parkplatz.Will man den Touristenrummel entgehen ist es ratsam unter der Woche den Stieg zu gehen.Wenn dann noch das Wetter nicht so absolut supi ist,kann man davon ausgehen das einem der Stieg so gut wie alleine gehört :-)
Meine Perle und ich sind den Stieg mit nem KS Set gegangen,gesichert nur in den Gefährlicheren Passagen.Alles in allem ein schöner Stieg in herrlicher Gegend mit toller Aussicht,auch für mutige Anfänger geeignet,da auf dem gesamten Stieg Sicherungsmöglichkeiten angebracht wurden.Alles in perfektem Zustand.
klettermax schrieb am 06.12.2010
Am 21.10.2010 waren wir wieder mal dort. Diesmal zum Sonnenaufgang im goldenen Herbst. Am Einstieg noch bei Dunkelheit mit Stirnlampen, wurden wir dann im Mittelteil der Stiege am Aussichtspunkt bereits mit einem schönen Sonnenaufgang und interessanten Wolkenformationen belohnt. Einzig die Temperatur von 0 Grad bei Windstärke 6-8 war ziemlich hart. Macht aber immer wieder Spaß.
Doris und Lars schrieb am 27.05.2010
Wir waren am 12.05.2010 mal wieder dort und es war wie immer traumhaft schön dort. Die Absicherungen haben den langen, harten (aber eigentlich normalen) Winter gut überstanden. Allerdings ist das Stahlsicherungsseil im letzten Teilstück des unteren Teils der Stiege, also auf der schrägen Felsrampe (Höhe Bild 8) an zwei Stellen leicht "aufgesplisst", so dass beim Entlangrutschen mit der bloßen Hand Verletzungsgefahr durch Schnitte besteht. Liebe Outdoorgrüße Doris und Lars
Stephan schrieb am 23.11.2009
Das schöne Novemberwochenende hatte es mir ermöglicht ein paar Stiege und KS in Sachsen zu machen. Die Häntzschelstiege durfte natürlich nicht fehlen und war KS-technisch eine spannende Stiege. Selbstsicherung gut möglich und auch meiner Meinung nach angepasst, wenn man das KS-Set dabei hat. Die Höhle war beonders spannend.
uwe schubbert schrieb am 28.07.2009
Eine Bitte an die Redaktion: Mehr Sorgfalt bei der Schwierigkeitseinstufung! Man kann sicher härter oder weicher bewerten, als andere Autoren, aber die Verhältnisse zwischen den Steigen sollten doch nachvollziehbar sein. Die Bewertung der Häntzschelstiege ist deutlich übertrieben. Zumal der Steig seit dem Umbau nicht mehr so ungesichert und exponiert ist. Vor allem im Vergleich mit den wenigen "echten" Klettersteigen (Sachsenstiege, Nonnenstiege, Alpiner Grat,...) erscheint die Bewertung lachhaft hoch. Kann hier doch der Anfänger problemlos hochgeführt werden, dürfte dies bei der Einstiegswand, dem Überhang und dem Abstieg der Nonnenstiege sicherlich Probleme bereiten. Auch der Vergleich mit der zwar kurzen aber wesentlich exponierteren Zwillingstiege - zumal wenn diese im Abstieg begangen wird - wird den tasächlichen Schwierigkeiten nicht gerecht. Dass der Steig nur 1,5 bis zwei Stufen leichter als die Sachsenstiege sein soll, ist völlig neben der Realität. Zwischen diesen Steigen liegen Welten! Mein Vorschlag: Landschaftlich sicher mit das Beste, was man sich in der Sächsischen Schweiz "antun" kann. Aber die Schwierigkeit ist höchstens 2,5.
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