Druckansicht

Höhenglücksteig (Höhenglückssteig)


Inhalt:
Tourdetails
Karte
Sicherheit
Hinweise
Literatur
Webcam
Galerie
Kommentare

 

Allgemeines

Ziel
Himmel

Zielhöhe
591m

Talort
Hersbruck

Höhenmeter
100m

Gehzeit
2:15h

Schwierigkeit
(5 - D/E)

Team-Bewertung

User-Bewertung
(75 Bewertungen)

Eröffnung
1932

Resumee
Super Mittelgebirgssteig, der auch höheren Ansprüchen genügt

Haben Sie diese Tour schon gemacht?

↑ nach oben

Position/Lage

Ausgangspunkt
Parkplatz am Ortseingang von Hirschbach (390 m)
Ausgangspunkt GPS
Hütten
-
Anfahrt
Von Hersbruck (ca. 30 km) östlich von Nürnberg zunächst Richtung Neuhaus an der Pegnitz. Nach dem Ort Hohenstadt rechts Richtung Hirschbach zum Parkplatz links direkt am Ortseingang.
↑ nach oben

Wegverlauf Höhenglücksteig (Höhenglückssteig)

Zustieg
Am Parkplatz in Hirschbach die Fahrbahn überqueren und auf dem Weg neben der Straße gut 100m nach links (ortseinwärts) laufen. Ausgeschildert und markiert ("Höhenglücksteig Teil 1") zweigt dort eine Forststraße rechts ab, der wir zunächst kräftig bergauf durch einen kleinen Wald folgen. Nach wenigen Minuten bereits queren wir an einer markanten Felswand den Norissteig, der von rechts (Fischbrunn) kommt und hier in der Besteigung der Mittelbergwand seinen imposanten Schlusspunkt aufweist. Wir aber folgen weiter der Beschilderung zum Höhenglücksteig durch Felder an einem großen Geräteschuppen vorbei, halbrechts wieder in den Wald, dann rechts aufwärts und in einem Bogen zum Einstieg, den wir nach ca. 30 Min erreichen.
Ergänzende Infos: http://www.hirschbachtal.de/Steige-Klettern/Hohenglucksteig/zuganghoehenglueck.pdf
Alternativ ist dieser Einstieg des Höhenglücksteigs Teil 1 sowie der einen Steinwurf entfernte Kinderklettersteig auch von Süden her sehr gut erreichbar - siehe Zugangsbeschreibung Bambini-Steig.
Zustieg Höhenmeter
-
Zustieg Zeit
0:30h
Anstieg
Der Höhenglücksteig gliedert sich in drei Abschnitte unterschiedlicher Schwierigkeit, wobei der erste Teil wieder mehrfach unterteilt ist.
1.1 Der erste Abschnitt beginnt mit einem Kamin, der mit Eisenstiften ausreichend gesichert ist (B/C), ehe es nach links leicht und dann steil bergab geht (B).
1.2 Die speckige Einstiegswand des mit C schon schwierigeren und längsten Abschnitts erfordert erhöhte Aufmerksamkeit, ehe rechts um ein Eck herum ein weite Aussicht wartet. Weiter geht es u.a. über ein Brücklein, ehe auch dieser Teil in einem steilen Abstieg endet.
1.3 „Wittmann-Schikane“: Dieser Abschnitt, der wie alle anderen auch leicht umgangen werden kann, ist mit D/E bewertet, also sehr schwer und kräftezehrend. Nach einem kurzem Aufstieg quert man nach links in eine senkrechte Wand nahezu ohne Tritte, ehe das Seil kurz überhängend mit spärlichen Trittmöglichkeiten nach unten zieht. Dieser kaum 3 m lange Abstieg ist die wohl schwierigste Einzelstelle des ganzen Höhenglücksteigs. Während bei der vorausgehenden Querung eine zusätzliche Rastschlinge gute Dienste leistet, darf die Kurzfixierung beim Abstieg am senkrechten Seil keinesfalls dauerhaft eingehängt bleiben; hier sind Bandfalldämpfer, griffige Handschuhe und der Blick für geeignete Tritte die beste Lebensversicherung.
1.4 Dieser Abschnitt ist wieder etwas leichter (C), doch sind lange Beine von Vorteil, da die Tritte teils weit auseinander liegen.
1.5 Weiter geht es im Grad C, wobei hier etwas Kraft notwendig ist , da die Tritte relativ hoch liegen, dafür aber weit auseinander. Dann ist es geschafft und wir begeben uns rechts über einen Sattel und folgen den Steigspuren zum 2. Teil des Steiges.
2.0 Zunächst leicht ansteigend und gut gesichert, dann rechts um ein Eck, wo die künstlichen Tritte fehlen. Über glattpolierte Tritte, die zudem oft unangenehm feucht sind, beenden wir diesen recht kurzen zweiten Teil des Steigs.
3.0 Der 3. Abschnitt ist die "Königsetappe" des Höhenglücksteigs, die wir über Steigspuren erreichen. Schon der Einstieg verlangt hohes Können, ehe es kraftraubend weiter geht. Die Schlüsselstelle wartet nach einem Eck: eine trittlose, abgekletterte Passage, die vollen Einsatz erfordert (D/E), ehe der Steig abrupt endet. Ohne Stau und Pausen ist auch dieser schwerste Abschnitt in kaum 5 Minuten bewältigt.
Für die Schlussrast gibt es auf dem nur lückenhaft ausgeschilderten Rückweg schönere Plätze mit Aussicht: dazu folgen wir den schwarzen Pfeilen nach rechts zurück zum Einstieg, den wir am Bambini-Steig erreichen.
Anstieg Höhenmeter
50m
Anstieg Zeit
1:15h
Anstieg Länge
-
Anstieg GPS
- / -
Abstieg
Zurück zum Ende des ersten Abschnittes und vom Sattel einem Weglein folgend nach halbrechts bergab, über einen Weg weiter bis zum Ende des Waldes. Hier halblinks zu dem im Zustieg genannten Geräteschuppen und zurück zum Ausgangspunkt (30 min.)
Abstieg Höhenmeter
-
Abstieg Zeit
0:30h
Wegverlauf KS-Buch
-
Exposition
-
↑ nach oben

Übersichtskarte Höhenglücksteig (Höhenglückssteig)

GPS-Track/Höhenprofil Höhenglücksteig (Höhenglückssteig)

 
 

Video

Sicherheit

Armkraft (1-6)
Erfahrung (1-6)
Kondition (1-6)
Mut (1-6)
Technik (1-6)
Zusatzausrüstung
Kurzfixierung für die Wittmann-Schikane und für Abschnitt 3.
Fluchtmöglichkeiten
Beinahe jederzeit.
Markierungen
-
Sicherungen
-
Gesteinsart
Kalk
↑ nach oben

Hinweise

Hinweise
Sämtliche Klettersteigstellen sind auf Wegen zu umgehen, man kann sich vorher alles von unten genau ansehen. Vorsicht bei feuchten Felsen im Wald. Achtung: Der gps-track zu diesem Steig startet weder in Hirschbach noch am Wanderparkplatz in Hegendorf, sondern in Neutras (1,5 km östl. von Hegendorf)
Hintergrund
-
Urheberhinweise
Google-Koordinaten von Sigi und Hermann
Fotos 1,3-5: Jörg
Bilder 6-10: Robert Paul
Fotos 11-13: Philip Hügelschäfer
Foto 14: Georg Schwaiger
Fotos 15-19: Daniel Rother
GPS-Track: Raimund Schilder
Anfängereignung
Der Höhenglücksteig ist ein Steig für Fortgeschrittene, in Teilen auch für Könner! Anfänger können am kurzen Bambini-Steig die ersten Schritte tun und sich danach an den leichteren Stellen des Norissteigs versuchen.
Letzte Änderung
24.05.2013
Aufrufe
96955
Interne ID
12

↑ nach oben

Webcam

Webcam kann nicht angezeigt werden!

Oberer Markt in Hersbruck

Bereitgestellt durch: http://www.hersbruck.de

↑ nach oben

Fotos zu Höhenglücksteig (Höhenglückssteig)


von
 
Registrieren Sie sich oder loggen Sie sich ein, um selbst Bilder hochzuladen
↑ nach oben

User-Kommentare zu Höhenglücksteig (Höhenglückssteig)

Um selbst einen Kommentar zu verfassen, müssen Sie sich einloggen oder registrieren.

Kommentare von anderen Usern

Fattel schrieb am 11.10.2015
Wir waren am 10.10.15 zum ersten Mal hier. Zur Vorbereitung/Eingewöhnung haben wir am Vortag den Norissteig absolviert, schließlich hatten wir mit dieser Art Kalkstein noch nichts zu tun. Wir waren um 08:00 Uhr am Morgen schon da und konnten ungestört loslegen. Der Einstieg war nass und glitschig da hieß es zunächst einmal Schuhsohlen vom Matsch zu befreien, um einen sicheren Stand zu haben. Die Einschätzung, dass die Schwierigkeit von Teilstück zu Teilstück zunimmt kann ich nicht bestätigen. Teil 2 ist am leichtesten, Teil 1 ist - bedingt durch die beiden C/D(?)-Stellen - schon um einiges schwieriger. Er fordert durch die Länge auch mehr Kraft. Teil 3 ist dann wirklich am anstrengendsten aber eigentlich nur unmittelbar hinter dem Einstieg und ein kurzes Stück hinter dem Zwischenabstieg. Der Rest ist - zumindest mit Kletterschuhen - gut machbar. Die Wittmannschikane hatte ich mir nach den Beschreibungen/Videos schwieriger vorgestellt. Habe keine Rastschlinge benutzt und kam sehr schnell und locker durch. Ob ich das mit den Bergschuhen so locker hinbekommen hätte wage ich aber zu bezweifeln.

Den neuen Einstieg habe ich dann nicht mehr versucht; dafür hatte ich subjektiv nicht mehr die nötige Armkraft.

Ein dickes Lob an die Zuständigen der Sektion Noris die diesen Steig in einem so phantastischen Zustand erhalten.

Nächstes Jahr werden wir wieder nach Hirschbach kommen.
werner von stein schrieb am 17.09.2015
Bin gestern 16.09.15 ca 10 Uhr am Steig gewesen. Nach leichtem Regen am Norissteig kam die Sonne heraus und ich war anfangs sogar allein unterwegs. Schöne Sache!
Der 1. Teil ist relativ lang, aber einfach. Die Wittmann-Schikane kann man machen - muss man aber nicht. Nur Reibung und Kraft. Sonst alles sehr schön angelegt. Sowohl landschaftlich (super Ausblick am Gipfelkreuz zwischen dem 1. und dem 2. Teil) als auch der KS selbst. (Kamine und das Mauseloch :-)) Der 3. Teil ist kurz und knackig, aber ohne Stau schnell erledigt. Dabei ist eine kurze Bandschlinge als SS bei mehreren Leuten am Steig zum Ausruhen zu empfehlen.
Gestört hat mich wie schon am Norissteig, dass auch hier das Buch voll und völlig zerfleddert ist. Da sollte mal ein neues her!
Werner schrieb am 21.05.2014
War gestern Abend ,mal wieder am Höhenglücksteig unterwegs.Der neue Einstieg,ca. 3m links vom Kamin,war fertig.Habe in gleich Probiert,
diese Wand hat es in sich,ist nichts für den Normalverbraucher.Man braucht Technik und Kraft,da nur zwei Bügel in der Wand.Viel Reibung
kleine Löcher und Kanten.Würde diese Wand auch mit der Schwierigkeit D/E bewerten, Super Einfall der Erbauer. Danke
kaffernbueffel schrieb am 15.03.2014
Am Sonntag hatten mein Enkel 17J. und ich 61J. das Vergnügen bei strahlendem Sonnenschein zum dritten mal den Steig zu begehen. Dabei kam es leider an der Wittman-Schikane zu einem Zwischenfall . Nachdem ich die Schikane bewältigt hatte ,versuchte sich ein anderer Begeher an derselben und hatte sich Total überschätzt. Nachdem er in sein Sicherunsseil gefallen war konnte er sich aus eigener Kraft nicht mehr Hochziehen und wir ( Gottlob waren noch zwei Begeher zur Stelle) mussten Ihn abseilen. Nach dieser eher unerfreulichen Erfahrung konnten wir ohne weitere Probleme bis zum Ausstieg an der Kräftezehrenden dritten Etappe den Steig beenden.
alex schrieb am 17.08.2013
Ich habe gestern den Steig in Gedenken an Kurt Albert begangen. Sehr schönes Ambiente: im Wald und auch schön schattig, ideal wenn es heiß ist. Wir (meine Frau war auch dabei) waren alleine im Steig unterwegs, das mag daran liegen, dass wir schon um 8:30 am Einstieg standen. Besonders Spaß hat das Mauseloch gemacht, sehr gut :)
Man muss Traversen mögen, wenn man den Steig mögen will, mir persönlich fehlten etwas die Höhenmeter. Die "Wittmann-Schikane" gefiel mir gar nicht, da es wirklich nur ein einziger Kraftakt war - mehr gibt sie nicht her. Sehr glatt, keine Tritte (Reibung so gut es geht) und keine Griff am Fels, man hängt also am Drahtseil. Ich versuche normalerweise den Griff ans Drahtseil zu meiden, was mir in der Wittmann-Schikane nicht möglich war.

Den Steig kann man mal machen, mir persönlich reicht aber eine Begehung.
Diko schrieb am 26.06.2013
Den Steig in den Abendstunden in knapp einer Stunde gemacht. Insgesamt stimme ich zu das einige Passagen sehr kräfteraubend sind. Besonders die Wittmann Passage verlangt alles ab. Da heißt es gute Unterarme und Griffmuskeln zu haben.
Werde den Steig bestimmt noch ein paar mal machen.
Jeboe schrieb am 22.05.2012
In Gedenken an Kurt Albert im Juli 2011 begangen. Traversierungsreicher KS, der in mehrere Abschnitte unterteilt ist und immer wieder Zeit zum Erholen bietet. Gute Fußtechnik erleichtert den Steig und schont die Armmuskeln. Für KS Fans ein Muss…. 
Werner schrieb am 20.04.2012
War am 14.04.12 mit meinen Enkel am Kinderklettersteig, danach wollte er einmal den ersten Teil des HGS machen, soweit es geht probieren. Er hat in sehr gut geschaft, worauf er sehr stolz ist. Auch mir hat es große Freude gemacht, da ich ein Liebhaber des Steiges bin und dort viele Begehungen habe und noch machen werde.
Leipziger schrieb am 30.09.2011
zur erwärmung ist der etwa 50meter rechts vom einstieg liegend bambini-steig sehr geeignet. Am Wochenende ist zeitges Kommen erforderlich, da man sonst keinen Parkplatz mehr bekommt. Achtung: Am Hohenglücksteig bzw. in Hegendorf ist kein Handyempfang vorhanden.
terry schrieb am 02.11.2010
Der Steig an sich ist gar nicht sooo schwer, wenn man eine kurze Bandschlinge und Kletterschuhe hat. Dann schafft ihn auch ein Anfänger in Begleitung eines Erfahrenen, da das Seil meist quer verläuft und man sich fast immer ins Seil setzen kann, wenn die Kraft nachlässt. Zum Ausprobieren vor einer alpinen Tour in welcher Schwierigkeitsklasse man zu Hause ist, ist er sehr gut geeignet. Auch wenn man bedenken sollte dass alpine Touren weit mehr Luft unter den Füßen haben und ein überhängendes Stück senkrecht nach oben weit mehr Kraft benötigt.
↑ nach oben