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Tabaretta-Klettersteig (Nordgrat)


Inhalt:
Tourdetails
Karte
Sicherheit
Hinweise
Literatur
Webcam
Galerie
Kommentare

 

Allgemeines

Ziel
Tabarettaspitze

Zielhöhe
3050m

Talort
Sulden (1900m)

Höhenmeter
750m

Gehzeit
7:00h

Schwierigkeit
(5.5 - E)

Team-Bewertung

User-Bewertung
(4 Bewertungen)

Eröffnung
-

Resumee
Der würzige und recht anspruchsvolle Klettersteig verbindet die Tabaretta- und Payerhütte über senkrechte und trittarme Passagen. Eine Kräfte raubende Tour für den anspruchsvollen Klettersteigler.

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Manni-Fex dawys speedy68 Thomas 22
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Position/Lage

Ausgangspunkt
Sulden (1850m) oder Bergstation Langensteinlift (2330 m)
Ausgangspunkt GPS
Hütten
Tabarettahütte (2665 m), Payerhütte (3029 m)
Anfahrt
Aus dem oberen Vinschgau nach Sulden.
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Wegverlauf Tabaretta-Klettersteig (Nordgrat)

Zustieg
Vom Parkplatz St. Gertraud in Sulden gleich hinter der Kirche (1850m) folgen wir dem Steig Nr. 4 durch den Zirbelkieferwald bis zur Moräne des Marltferners, einem ganz von Schutt bedeckten Gletscher. (Variante: Kürzer ist der Weg wenn man den Langenstein Sessellift benützt der zur K2 Hütte, 2330m, führt. Über Steig Nr.10 kommt dann bei der Moräne auf den Suldner Aufstiegsweg Nr.4). Nach der Moräne folgt ein Grashang über den wir in Serpentinen aufsteigen und wir gelangen zur zur Tabaretta-Hütte (2.556m) von wo wir einen phantastischen Blick zur Ortler Nordwand sowie zu den gegenüber liegenden Suldner Bergen genießen.
Zustieg Höhenmeter
-
Zustieg Zeit
-
Anstieg
Hinter der Tabarettahütte (westlich) finden wir den Wegweiser (Klettersteig u. Nordwand) und wir folgen dem schmalen, teils ausgesetzten Pfad, der uns am Fuße der Felswand zum Einstieg des Klettersteiges am oberen Ende einer Geröllrinne auf 2550m führt. Die Drahtseile führen uns gleich sehr steil durch den Einstiegskamin nach oben. Nach kurzer Verschnaufpause in einem Flachstück am Fuße des "Himmelreich" geht es wieder meist über senkrechte, Kräfte raubende Passagen weiter. Es folgt ein flaches Gelände bevor es wieder Richtung "Klepperschleider" über steile und glatte Platten hoch geht. Nach einer Rechtsquerung und einer Steilpassage kommen wir zur Schlüsselstelle am "Gelen Knott". Es handelt sich um eine glatte und trittlose Querung nach rechts, die sehr Kräfte raubend ist (mit einer zusätzlichen kurzen Sicherung - z.B. Express - kann man sich hier viel Mühe ersparen!). An der Kante kann man dann rasten und mal kräftig die Hände ausschütteln, denn es geht weiterhin sehr steil weiter bis zum nächsten leichteren Gelände. In diesem längeren angenehmen Abschnitt müssen wir nochmals an einer glatten Platte unsere restlichen Kräfte messen. Nach der leichten "Querung" nach rechts geht es weiter über eine Kante, die zur steilen und luftigen "Verschneidung" sowie zu einer weiteren anspruchsvollen Platte führt. Abgesehen von einem kurzen Überhang, ist im nun folgenden letzten Abschnitt das Gelände fein gestuft. Vor dem Ausstieg am Grat finden wir noch ein flaches Schuttgelände, wo wir achten müssen, dass wir keine Steine loslassen. Am Grat (Ausstieg auf ca. 3050m) folgen wir rechts (nördlich) den Steig des Normalwegs und erreichen in 5-10 Minuten die Payer Hütte 3029m.
Anstieg Höhenmeter
0m
Anstieg Zeit
-
Anstieg Länge
-
Anstieg GPS
- / -
Abstieg
Von der Payerhütte über den Normalweg zunächst nördlich, dann von der Bärenkopfscharte südöstlich hinab zur Tabarettahütte und zurück nach Sulden.
Abstieg Höhenmeter
-
Abstieg Zeit
-
Wegverlauf KS-Buch
-
Exposition
-
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Übersichtskarte Tabaretta-Klettersteig (Nordgrat)

GPS-Track/Höhenprofil

Leider haben wir zu diesem Steig noch keine GPS-Trackdatei vorliegen. Wenn Sie eine solche besitzen, würden wir uns freuen, diese von Ihnen zu erhalten (weitere Infos)!
 
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Sicherheit

Armkraft (1-6)
Erfahrung (1-6)
Kondition (1-6)
Mut (1-6)
Technik (1-6)
Zusatzausrüstung
-
Fluchtmöglichkeiten
-
Markierungen
-
Sicherungen
-
Gesteinsart
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Hinweise

Hinweise
Extrem schwieriger Klettersteig mit großartigem Panorama. Kann mitunter steinschlaggefährdet sein (absolut mit Helm klettern!). In der Schlüsselstelle am "geelen Knott" ist es vorteilhaft sich zusätzlich mit einem kurzen Sicherungsseil zu sichern. Achtung: der Klettersteig hat keinen Zwischenausstieg, ist sehr Kraft raubend und es gibt keine Trittstifte! Nur bei absolut sicheren Wetterverhältnissen. Ausrüstung: Komplette Klettersteigausrüstung (Kletterschuhe empfohlen). Die Drahtseile sind sehr gut fixiert und angelegt: Für dieses anspruchsvolle Gelände ein technisches Meisterwerk der Bergrettung Sulden. Kompliment!
Hintergrund
Erbaut 2003 durch die Bergrettung Sulden
Urheberhinweise
Fotos 2,8,9 und Beschreibung: Roman Burgo (www.seilschaft.it)
Fotos 1,3-7: Norbert Kinast
Fotos 10-14: Rainer Jost
Anfängereignung
-
Empfehlungen
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Letzte Änderung
31.07.2008
Aufrufe
6567
Interne ID
1390

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Webcam

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Sicht von der Anlage Obervinschgau (Montoni) in Richtung Laas.

Bereitgestellt durch: http://www.ras.bz.it

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Fotos zu Tabaretta-Klettersteig (Nordgrat)


von
 
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User-Kommentare zu Tabaretta-Klettersteig (Nordgrat)

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Kommentare von anderen Usern

Thomas Falkenberg schrieb am 23.07.2010
Begehung am 20.07.2010 bei bestem Sonnenwetter. Mit Kletterschuhen war es ein Genuss, dadurch muss man sich nicht dauernd am Seil hochziehen, nur an den schwierigen Stellen. Die schwierigen Passagen ohne Handschuhe Klettern, dann geht es einfacher. Den "Gelen Knott" am besten schnell passieren, mit Kletterschuhen findet man auch da ein paar Stellen, die etwas Halt geben. Zu- und Abstiegswege sind gut gepflegt und angenehm zu gehen, selbst im Geröllfeld läuft man "bequem". Fazit: Einer der schönsten Klettersteige, die ich bisher bestiegen habe. Nur der Leukerbadner KS hat mir in der gesamten Betrachtung mehr an Armkraft abverlangt.
Ulrike Steinacher 04.08.09 schrieb am 11.08.2009
Hallo, mein Mann und ich sind ca. um 12 von der Tabarettahütte bei schönen Wetter los gegangen .Ein erstes schmunzeln bei dem Verbotsschild für Omas.Dann gings weiter über ein Schneebrett zum Einstieg .War unser schwerster, längster,höchster und schönster Steig .Musste doch immer mal wieder langsam machen weil die Luft ganz schön dünn ist da oben :-Dwar aber kein Problem weil wir ganz alleine im Berg waren .Da wir nur die festen Bergschuhe hatten mussten wir auch die Schlüsselstellen mit reiner Armkraft bewältigen.Wir hatten Gott sei dank ein 10 Meter Seil dabei mit dem mich mein Mann über den"Gelen Knott" zusätzlich sicherte und ich so leichter umhängen konnte. Bandschlingen mit Karabinern macht auf jeden Fall Sinn. Hab jetzt auch im neuen Klettersteig- Atlas gelesen dass man an Exponierten Stellen mit den Prusnik Klemmknoten sichern kann und so "stufenlos "am Stahlseil hoch kommt (Nächstes mal :-D )Alles in allem ein wunderschöner anstrengender Tag bei dem das Bier im Tal grad doppelt so lecker war .
Rainer Jost schrieb am 23.11.2007
Jedes Jahr gehe ich Klettersteige mit Schwierigkeitsbewertung E. Ich bin fast immer alleine unterwegs und deshalb kommen wegen der Sicherung nur Klettersteige in Betracht. Auch ich habe den Tabaretta, Martinswand, Seewand, Kristall und viele mehr begangen. Jeder Klettersteig ist anders und eine Bewertung ist immer subjektiv. Wenn ich aber sagen müsste welcher für mich der schönste war, ganz abgesehen von den Schwierigkeiten, würde ich sofort den Tabarettasteig nennen. Ich bin ihn letztes Jahr im Oktober am letzten offenen Tag der Tabarettahütte gegangen. Zunächst sah das Wetter gar nicht gut aus, es schneite leicht als ich an der Tabarettahütte ankam und ich dachte schon an eine Rückkehr. Dann gegen 12:00 Uhr änderte sich das Wetter, die Wolken verschwanden und ich konnte zum ersten mal den Ortler sehen. Innerhalb einer Stunde war der Schnee auf der Hüttenterasse geschmolzen und beschloss zumindest den Einstieg zu begutachten. Immer schön den roten Wimpel folgend bin natürlich erst einmal am Einstieg vorbei gelaufen. Als ich dann zurück ging sah ich das Einstiegsseil. Mittlerer Weile war es schon nach 14:00 Uhr. Es ging nicht anders ich musste es versuchen. Was nun folgte war das schönste was ich je in den Bergen erlebt habe. Glasklare Luft, eine Fernsicht ohne Ende ich war vollkommen alleine in der Wand und ein Klettersteig vom Allerfeinsten. Bis zur "Gelen Knott" hätte man das Seil nur zur Sicherung gebraucht. Zwar ist die Route oft spektakulär angelegt aber es sind immer genügend Griffe oder Standplätze beim Umhängen vorhanden. Die Gele Knott ist eindeutig die Schlüsselstelle, leicht vorstellbar was sich da abspielt wenn an einem schönem Wochenendtag viele unterwegs sind, überholen auf einem Klettersteig ist immer problematisch und in diesem Bereich ja fast unmöglich. Das letzte Drittel des Steiges war mit Schnee bedeckt, da war ich über das Stahlseil besonders froh. Da es ja nun kein zurück mehr gab und an eine Rettung nicht zudenken war kletterte ich nun besonders konzentriert und langsam weiter, machte immer wieder kleine Pausen und genoss die wunderbare Aussicht. Eine Schrecksekunde gab es noch als ich mich an einer herausgebrochenen Seilbefestigung festhielt die etwas unter dem Schnee lag. Als das Seil nachgab schnellte mein Puls von 80 auf 200 innerhalb einer halben Sekunde. Aber alles ging gut. Die Payerhütte war schon geschlossen. Die Stille und die unglaubliche Fernsicht werde ich wohl nie wieder vergessen. Nach einer Rast machte ich mich schweren Herzens an den Abstieg (schöner ungefährlicher Weg) und erreichte dann in völliger Dunkelheit mein Fahrzeug in Sulden. Besonders wichtig an diesem Steig ist die Einteilung seiner Kräfte. Von Sulden aus geht man ja erst einmal ein gutes Stück bevor man überhaupt zum Steig kommt. Der Steig selbst hat noch einmal 500 Höhenmeter, da heißt es immer dort ausruhen und verschnaufen wo es irgendwie geht und Kräfte schonen. Für den Klettersteig selbst brauchte ich 2 Stunden. Ich finde gemessen an anderen Steigen die Bewertung D mit E Stellen korrekt. Mein Favorit von allen Klettersteigen die ich bisher gegangen bin. Noch ein Vergleich der deutlich machen soll was den Begeher erwartet: Kein Klettersteig im Klettersteig-Eldorado Brenta kommt auch nur annähernd an den Schwierigkeitsgrad des Tabarettasteiges ran! Alles klar? Und ein Tipp: Wem 1200 Höhenmeter an einem Tag zuviel sind, kann auch auf der gemütlichen Tabarettahütte, 5 Minuten vor dem Einstieg zum Klettersteig, übernachten.
Karl+Christof schrieb am 26.08.2007
Klettersteig begangen am 25.08.2007 bei Suuuuper Wetter, Steig und Befestigungen in optimalem Zustand wobei eine Seillänge im oberen Bereich etwas locker ist und man fast vermutet, das Seil sei nicht befestigt - sitzt bombenfest - . Schlüsselstelle "Geler Knott" ist wirklich kräfteraubend und jeden Einstufungspunkt wert. Kletterpatschen sind, lt. uns sicherlich bei einigen kahlen Wänden ohne Tritte von Vorteil, aber nicht unbedingt zwingend zu verwenden. Durch einige Seilunterbrechnungen ist es wie Manfred beschrieben hat, ein längeres Seil am Kletterset sicherlich nützlich (doch meist gibt es hiert einen guten Stand). Die Aussicht am Ende des Steiges (Payerhütte) entschädigt für so manche Schinderei und der Anblick des Ortlers, ließ uns, trotz schwacher Arme, schon von unserer Ortlerbegehung träumen. Fantastisch. Der Abstieg über den Normalweg ist einfach und auch unproblematisch. Wir empfehlen auf jeden Fall von Sulden zu Fuss zur Tabarettahütte zu gehen und nicht den Sessellift zu verwenden, da es kaum Zeitersparnis gibt - es ist einfach nur bequemer.
Johan Kuijsten schrieb am 04.06.2007
Johan und Ralph 31.07.06 Dies war unsere 31e ferrata in Italie, und mit vorsprung die schwierigste und schönste. Die passage "Gelbe knot" is die erste, von alle klettersteigen, warin wir unsere kletterset rechtseitig brauchten. Unsere armspieren waren so versauert das wir beiden im unseren gurt sind gefallen.
Andreas schrieb am 14.01.2007
Tipp: Gurt,Kletterset und Helm bereits an der Tabarettahütte anziehen,dann muß man sich nicht unnötig am steinschlaggefärdetem Einstieg aufhalten!!
Manfred Luniaczek schrieb am 08.09.2006
bin den steig am 1.9.06 bei schönstem wetter gegangen.wunderbare kulisse.zt viel schotter unterwegs.klettersteigset sollte lang sein da die vielen seilunterbrechungen weite abstände aufweisen.am steig selbst nur kletterpatschen verwenden und keine bergschuhe
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